Der Neumarkter Technologie- und Innovationsführer für energieeffizientes Planen, Bauen und Sanieren erhielt am 13. September 2008 Deutschlands begehrteste Auszeichnung. Jährlich wählt eine hochrangige Fachjury der Oskar-Patzelt-Stiftung bundesweit aus mehr als 3.000 vorgeschlagenen Unternehmen die Preisträger für den „Großen Preis des Mittelstandes“. In diesem Jahr gehört die VARIOTEC GmbH & Co. KG aus dem oberpfälzischen Neumarkt zu den ausgezeichneten Unternehmen. Die Stiftung ehrt mit dem Preis mittelständische Unternehmen, die herausragende Innovationskraft und unternehmerische Verantwortung beweisen. Die Nominierten müssen ihre Leistungen in fünf Bewertungskategorien über mehrere Jahre hinweg nachweisen. Der wesentliche Unterschied zu anderen Awards liegt im Auswahlverfahren: Das Unternehmen kann sich nicht selbst bewerben, es muss im Wirtschaftsleben durch seine Leistungen auffallen und von einer unabhängigen Einrichtung nominiert werden. Dies garantiert Neutralität und nachvollziehbare Bewertungskriterien. In der Disziplin Forschung und Innovation punktete VARIOTEC vor allem durch die, gemeinsam mit einer Reihe von Bundesministerien und Fraunhofer-Instituten, erreichten Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Energieeffizienz. Ausgangspunkt war das vor drei Jahren errichtete Nullenergiehaus in Vakuumdämmtechnik in Voggenthal bei Neumarkt i. d. Opf. In der Kategorie Marketing und Vertrieb glänzte VARIOTEC durch eine fast 50-prozentige Exportquote über elf Auslandsstützpunkte und jährliche Umsatzsteigerungsraten im zweistelligen Bereich. Der damit verbundene Auf- und Ausbau von Arbeits- und Ausbildungsplätzen war in den Augen der Jury ebenso ein Pluspunkt wie das soziale Engagement des Unternehmens etwa für das Lern- und Qualifizierungsprojekt WIR. Dieses Projekt richtet sich vor allem an Hauptschüler, die sich in der Folge auch über das angedachte Zentrum für angewandte Nachhaltigkeit (ZAN) bis zum Studium in Zukunftstechnologien weiterentwickeln können. Firmengründer und geschäftsführender Gesellschafter Christof Stölzel sah sich durch den Erfolg bestätigt: „Wir haben uns über die Nominierung zum wichtigsten Preis des Mittelstandes im vergangenen Jahr sehr gefreut, jedoch nie und nimmer mit dieser Auszeichnung in 2008 gerechnet. Dass wir uns gegen 3.000 Unternehmen durchsetzen konnten, spricht für das erfolgreiche VARIOTEC-Konzept, vor allem aber für unsere langjährigen treuen Mitarbeiter, die im Drei-Schicht-Produktionsbetrieb und mit hohem Engagement Spitzenprodukte für den Weltmarkt liefern“. Das VARIOTEC-Team unter der Leitung von Geschäftsführer Erich Bauer-Ebenhöch mit Prokurist Dipl.-Ing. Wolfram Breitenbach, Dipl.-Ing. Dirk Franz und Marco Lerzer sowie weiteren Führungskräften war deshalb überrascht, als es in Würzburg auf die Bühne gebeten wurde. „Wir wollten gemeinsam einen interessanten Nachmittag im Kreis von nominierten Mittelständlern zur Knüpfung neuer Netzwerke verbringen und den Galaabend genießen“, so Erich Bauer-Ebenhöch, „und dann diese Auszeichnung. Sie wird uns weiter motivieren, als Mittelständler das Wirtschaftsbild zu prägen und in den unsicheren Zeiten der Globalisierung als Hoffnungsträger und Wirtschaftsfaktor sowie Garant für sichere Arbeitsplätze zu agieren.“ VARIOTEC dankt der Oskar-Patzelt-Stiftung, die sich bundesweit der Belange des Mittelstandes annimmt. Trotz krisenhafter welt- und volkswirtschaftlicher Entwicklungen hat der unternehmerische Mittelstand in den letzten Jahren Millionen neuer und zusätzlicher Arbeitsplätze geschaffen. Diese gewaltigen Leistungen werden in der Öffentlichkeit jedoch kaum wahrgenommen. Ziele der Stiftung sind - die Verbesserung des Bildes mittelständischer Unternehmen in der Öffentlichkeit,
- die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für den Zusammenhang „Gesunder Mittelstand – Starke Wirtschaft – Mehr Arbeitsplätze“,
- die Popularisierung von Erfolgsbeispielen und
- Netzwerkbildung im Mittelstand.
Die Stiftung ist ehrenamtlich organisiert und wird ohne einen Euro Steuermittel ausschließlich privat finanziert. Mehr als 150 Personen aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens sind gegenwärtig in den Stiftungsgremien aktiv engagiert. Leider gehen die Leistungen des deutschen Mittelstandes häufig in den negativen Schlagzeilen der Konzerne, Staatsunternehmen oder den Finanz- und Bankenkrisen unter. Angesichts allein der Leistungen der 3.184 nominierten Unternehmen zeigt sich, wer das wirkliche Rückgrat un-seres Sozialstaates bildet. Die 3.184 zum „Großen Preis des Mittelstandes“ 2008 nominierten Unternehmen in Zahlen:- 61,4 Mrd. Euro Umsatz
= so viel wie der gesamte Telekom-Konzern - 61 % Umsatzsteigerung in 5 Jahren
= dreimal so viel wie im deutschen Durchschnitt - 455.461 Mitarbeiter
= so viel wie Telekom, BASF und BMW zusammen - 40 % Beschäftigungssteigerung in 5 Jahren
= 20-mal so viel wie im deutschen Durchschnitt - 37.849 Auszubildende und eine Ausbildungsquote von 8,3 %
= 70 % höher als im deutschen Durchschnitt - 99 Prozent investieren
= doppelt so viel wie im Durchschnitt aller KMU - 134.811 Euro Umsatz je Beschäftigten p. a.
= ca. 20 % über dem Durchschnitt aller KMU
Die 3 184 zum „Großen Preis des Mittelstandes“ 2008 nominierten Unternehmen zahlen:- 3,5 Mrd. Euro Umsatzsteuer p. a.
= 5,7 % strafbewehrte Liquiditätsbelastung auf Umsatz
= 2,5-mal so viel wie im deutschen Durchschnitt - 1,5 Mrd. Euro Ertragssteuern p. a.
= deutlich höher als in allen relevanten Vergleichsgruppen - 6,9 Mrd. Euro p. a. Lohnsteuer und strafbewehrte AG/AV-Beiträge zu Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung
- 11,9 Mrd. Euro Steuern und Abgaben insgesamt
= 3,7 Mio. Euro je Unternehmen oder
26.127 Euro je Beschäftigten
Deshalb braucht unsere Wirtschaft neue, junge mittelständische Unternehmer, denn nur dort entstehen die Ausbildungs- und Arbeits-plätze von Morgen und Übermorgen. Nur der Mittelstand ist ein sicherer Garant für den Erhalt des Sozialstaates. |